KS 98

Dieses Seitengewehr wurde 1901 als Bajonett für Maschinengewehrtruppen eingeführt. Später wurde es auch an die Fliegertruppe ausgegeben.

Es hat ein Gefäß, welches sich an der Art der Hirschfänger 65 bzw. 71 orientiert. Die Griffschalen sind ursprünglich aus Leder.

Im Laufe der Zeit wurde jedoch erkannt, daß der schnelle Austausch der Griffschalen von Vorteil sein kann. Besonders, wenn das Seitengewehr, wie beim KS98 vorkommend, in ungünstigen Klimabedingungen eingesetzt wird (das KS98 wurde auch in den Kolonien eingesetzt).

Folglich wurde im Laufe der Zeit (wohl ab 1912) auf Holzgriffschalen mit Schraubenbefestigung umgestellt.

Das KS98 gab es als Kammerstück nur in der Säge-Ausführung.

Das KS 98 war Vorbild für sehr viele Privatstücke. Dies reicht von Stücken der Kaiserzeit mit Abmessungen des Kammerstückes (mit und ohne Sägerücken) bis zu den stilistisch nur noch angelehnten Stücken des III. Reiches.


KS 98 mit Ledergriffschalen


Private KS 98 aus dem Kaiserreich

Private KS 98 aus dem III. Reich