SG 84/98 III. Modell

Nachdem in der Weimarer Reichswehr die alten SG 98/05 und (seltener) SG 84/98 n.A. weiterverwendet wurden, wurde in den 30er Jahren ein etwas modifiziertes SG 84/98 n.A. als Standardbajonett eingeführt, welches als SG 84/98 III. Modell bezeichnet wird, oder auch, nach der zugehörigen Feuerwaffe, als "K98k-Bajonett".

Ein kleines Kontingent wurde bereits in der Weimarer Republik, ab 1927, gefertigt.

Grundsätzlich haben die Bajonette des dritten Reiches keine Truppenstempel, Ausnahmen sind die Bajonette der Nord- u. Ostsee-Marinekontingente.

Bajonett und Scheide waren jeweils mit dem Hersteller, dem Herstellungsjahr und einer fortlaufenden Seriennummer gekennzeichnet. Ab Werk waren Bajonett und Scheide generell nummerngleich.

Das Produktionsjahr war in den ersten beiden Jahren analog zu den Feuerwaffen codiert, "K" steht für 1934, "G" für 1935.

Die Hersteller waren zuerst codiert in der Form S/... angebracht, dann in Klartext, später dann wieder codiert, im bekannten Buchstabencode, wie alle Waffen der Wehrmacht.

Das SG 84/98 III. Modell hat generell ein Feuerschutzblech.

Zu Beginn der Fertigung waren die Griffschalen aus Holz, später aus geriffeltem Bakelit. Später, als Rohstoffe knapp wurden, wurden wieder Holzgriffschalen angebracht.

Die Griffschalen sind verschraubt, ab 1944 wurden auch Bajonette mit vernieteten Griffschalen hergestellt.

Die Qualität der Oberflächenbearbeitung hat im Verlauf des Krieges immer mehr abgenommen, auf die Gebrauchsfähigkeit der Bajonette hatte dies jedoch keinen Einfluß.

Über die Echtheit einer Sägevariante des Modells herrscht keine Einigkeit, doch ist hier Vorsicht angebracht, die herrschende Meinung ist, daß solche Stücke als gefälscht anzusehen sind.

Ebenso sind Kammerstücke mit Ätzungen generell Fälschungen!

Im Folgenden werden die Links in der Form gestaltet sein, daß die Hersteller und Jahreszahlen von Bajonett und Scheide genannt werden, "nrgl." bedeutet, daß das Stück nummerngleich ist, die Scheidendaten werden dann nicht extra aufgeführt.

Sonstige Besonderheiten, z. Bsp. Truppenstempel, sind grün markiert.



W.u.K. 1928, Ostsee

S/175G (->1935) Holz nrgl.

S/239G (->1935) Holz, Scheide unmarkiert

S/241G (->1935) Holz, Scheide Herder 39

S/245 1936 Bakelit nrgl.

S/177 1937 Holz, Scheide fnj 42

Carl Eickhorn 37 Bakelit, Scheide Jos. Corts Sn 1938

Carl Eickhorn 38 Bakelit, Ostsee, Scheide Carl Eickhorn 1938, Nordsee

Dürkopp 1938 Holz, Ostsee, Scheide Dürkopp 38, Ostsee

Dürkopp 1938 Bakelit, Scheide Herder 1938

Eickhorn 1939 Bakelit, Scheide ddl 41

J. Sch 39 Bakelit nrgl.

Coppel 1940 Bakelit, Ostsee nrgl.

agv 1940 Holz, Scheide agv 41

cof 1941 Bakelit nrgl.

cof 1942 Bakelit, Scheide cof 44

cof 1942 Holz, Scheide cvl 44

cof 1942 Bakelit nrgl. mit Stern-Marke

fnj 1943 Holz, Scheide asw 44

jwh 1943 Bakelit, Scheide auch jwh 43

bym 1944 Bakelit nrgl.

asw 1944 Bakelit, genietete Griffschalen, Scheide auch asw 44


"Commercial"-84/98 III von W.K.C.

Polizei-84/98 III von Coppel